Was genau ist Gluten-Unverträglichkeit?

Hallo Ihr lieben NOA-Fans!

Heute widme ich mich einem sehr wichtigen Thema für viele von uns. Die Gluten-Unverträglichkeit (Fachbegriff: Zöliakie). Immer mehr Menschen müssen im Alltag auf Gluten verzichten.

Einige von euch mussten sich Gott sei Dank noch nie mit diesem Thema auseinandersetzen oder andere interessieren sich vielleicht für diese Ernährungsform, deshalb würde ich euch heute gerne erzählen, was hier eigentlich dahinter steckt.

1. Was ist eigentlich Gluten?

 

Anstatt das kompliziert zu erklären, mach ich das lieber kurz & knackig:
Gluten oder Klebereiweiß genannt ist ein Sammelbegriff für ein Stoffgemisch aus Proteinen, das im Samen einiger Arten von Getreide vorkommt.

2. Und warum ensteht eine Glutenunverträglichkeit?

 

Oft spielt hier die genetische Veranlagung eine große Rolle. Etwa 90 Prozent der Betroffenen besitzen ein bestimmtes Oberflächenprotein auf den Immunzellen. Dieses Protein bindet Bruchstücke des Glutens und ist an der entzündlichen Immunreaktion beteiligt. Da es vererbt wird, haben Familienangehörige von Betroffenen ein etwa zehn bis 15-fach höheres Risiko an Zöliakie zu erkranken. Allerdings besitzen auch etwa 30 bis 40 Prozent der gesunden Menschen dieses Oberflächenprotein. Deshalb haben offenbar Umweltfaktoren ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung.

Menschen, die schon als Neugeborene mit glutenreicher Nahrung in Kontakt gekommen sind, erkranken häufiger an Zöliakie. Baby-Nahrung sollte – vor allem wenn das Kind nahe Verwandte mit Glutenunverträglichkeit hat – aus Muttermilch oder aber glutenfreier Nahrung bestehen. Infektionen mit Darmviren oder eine Änderung der bakteriellen Darmflora werden ebenfalls als mögliche Risikofaktoren diskutiert. Außerdem sollen psychosoziale Faktoren dazu beitragen, dass eine Zöliakie entsteht.

3. Und was passiert da genau?

 

Der Verzehr glutenhaltiger Nahrungsmittel (Weizen, Roggen, Gerste) führt bei Zöliakiepatienten im Dünndarm zu einer Entzündung bzw. Immunreaktion, welche die Dünndarmschleimhaut schädigt. Dadurch können Nährstoffe nur schlecht aufgenommen werden und verbleiben unverdaut im Darm. Diese Entzündung wird solange aufrechterhalten, wie der Betroffene glutenhaltige Lebensmittel zu sich nimmt.

4. Was sind die Anzeichen einer Unverträglichkeit?

 

Die Symptome der Gluten-Unverträglichkeit sind uneinheitlich und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das Krasse: In vielen Fällen spürt man sogar überhaupt keine Krankheitszeichen!

Bei Erwachsenen sind die Symptome weniger ausgeprägt als bei Kindern. Sie reichen von

Völlegefühl, Blähungen, Gewichtsabnahme, Knochenschmerzen, Appetitlosigkeit und chronischen Magenschleimhautentzündungen.

5. Wie viele sind davon betroffen?

 

Zöliakie ist eine häufige Erkrankung in Deutschland. Der Deutschen Gesellschaft für Zöliakie zufolge leidet hierzulande jeder 200. Mensch unter einer Glutenunverträglichkeit. Allerdings liegt bei der Mehrheit der Betroffenen kein Vollbild der Erkrankung vor. Das heißt, viele Menschen haben zwar nachweislich eine Zöliakie, die Beschwerden sind aber gering oder moderat. Insgesamt sind aber Frauen häufiger betroffen als Männer. Zöliakie bei Kindern tritt gehäuft zwischen dem ersten und achten Lebensjahr und bei Erwachsenen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Grundsätzlich kann sich die Krankheit aber in jeder Altersstufe entwickeln!

6. Wie erfolgt die Diagnose?

 

Eine Zöliakie-Diagnose ist allerdings nicht immer einfach, denn nicht alle Patienten leiden unter den typischen Symptomen. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen klagen über untypische Krankheitszeichen, die viele Jahre nicht richtig gedeutet werden. So dauert es durchschnittlich vier Jahre, bis die Diagnose gestellt wird. Wenn man bedenkt, dass die Erkrankung mit einer glutenfreien Zöliakie-Ernährung sehr erfolgreich behandelt werden könnte, ist das leider eine zu lange Zeitspanne. Für die Diagnose der Zöliakie wird zuerst eine Antikörperbestimmung im Blut durchgeführt. Der Arzt nimmt das Blut und sendet es zum Labor. Dieser kostenlose Test wird immer bei der Erstdiagnose bei Verdacht auf Zöliakie eingesetzt. Es ist wichtig sich vor dem Bluttest 6-10 Wochen glutenhaltig zu ernähren, damit überhaupt Antikörper entwickelt werden können. Die im freien Handel erhältlichen Gluten Schnelltests bieten keine sichere Diagnose. Eine fortgesetzte glutenreiche Ernährung bei Zöliakie erhöht das Risiko für weitere Autoimmunkrankheiten und sogar für bestimmte Krebsarten. Eine Zöliakie sollte also möglichst frühzeitig diagnostiziert werden.

7. Und was kann man als Betroffener machen?

 

Die Unverträglichkeit bleibt leider lebenslang bestehen, sie ist zum Teil erblich und kann derzeit nicht ursächlich behandelt werden. Bei allen Symptomen führt jedoch eine glutenfreie Ernährung zur Besserung der genannten Symptome, so z. B auch unsere NOA-Produkte 🙂

Quellen:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/zoeliakie/
http://www.zoeliakie-austausch.de/was-ist-zoliakie/

 

Liebe Grüße
Janina vom NOA-Team

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