Was hat es eigentlich mit pflanzlichen Proteinen auf sich?

So oft werden Pflanzenesser gefragt, woher sie ihre Proteine beziehen.
Aber warum interessiert das überhaupt so viele Menschen und was sind denn überhaupt Proteine?
Warum gibt es sie in so vielen verschiedenen Formen und warum tun uns gerade pflanzliche Proteine so gut?

Wir geben Dir einfach mal einen groben Überblick über die wichtigsten Fakten rund um Proteine!
Und das Ganze noch von einem echten Veganer – Lisa aus unserem Team hat mal für Dich recherchiert und ihre Sichtweise zusammengefasst:

Hallo lieber NOA-Fan, wir freuen uns sehr, dass Du Dich für unseren ersten Artikel interessierst!
Heute möchten wir über das Thema pflanzliche Proteine reden.

Eiweiss – was ist das?

Bestehend aus neun Aminosäuren ist Eiweiß für unseren Zellaufbau (Knochen, Haare, Haut, Muskeln) und die Übertragung von Nervenimpulsen verantwortlich. Ohne Proteine kann unser Körper keine Antikörper bilden und somit unser Immunsystem vor Krankheiten schützen. Auch die Produktion von Hormonen und Enzymen sowie die Übertragung von Sauerstoff im Körper benötigt dringend Eiweiß. Zudem steigern sie unsere Leistungsfähigkeit und kurbeln die Fettverbrennung an. All das muss unser Körper täglich bewältigen, deswegen raten wir Dir, Proteine auf Deinem Speiseplan keinesfalls zu vernachlässigen!☺

Und wie genau jetzt?

Das richtige Verhältnis Deiner Proteinaufnahme ist das A und O! Fehlt Dir allein eine Aminosäure, so kann Dein kompletter Proteinstoffwechsel durcheinander geraten! Isst Du zu viel Eiweiß (egal ob tierisch oder pflanzlich), so belastest Du Deinen Körper nur unnötig, weil die überschüssige Menge an Protein von der Leber in Glukose umgewandelt werden muss. Genaue Angaben zur optimalen Proteinaufnahme findest Du bei der deutschen Gesellschaft für Ernährung, unter folgendem Link: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/protein/

Und welches?

Es ist vor allem wichtig, dass Du Dir über die Wertigkeit Deiner Proteine Gedanken machst. Überlegst Du z.B. Deinen Eiweißbedarf mit Proteinshakes zu decken, solltest Du unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten. Oftmals unterliegen solche Produkte nämlich einer Denaturierung, also einer strukturellen Veränderung von Biomolekülen (meist mit dem Verlust der biologischen Funktion). Farbstoffe, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen sind leider auch keine Seltenheit und gestalten den praktischen Proteinschmaus zu einer echten Herausforderung für Deinen Körper. Deswegen ist unser Tipp: So natürlich wie möglich!

The award goes to…

Als wichtigste Auszeichnung für ein Protein verwendet man die biologische Wertigkeit. Diese sagt uns, wie viel von dem aufgenommenen Protein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Je mehr essentielle Aminosäuren enthalten sind, desto hochwertiger ist das Protein für Dich!

Tierisches Eiweiß

Tierisches Eiweiß ist zwar für den Menschen leichter zu verwerten, weil die enthaltenden Aminosäuren vom Aufbau und der Art her sehr ähnlich zu unseren sind, jedoch enthalten tierische Proteine einen sehr hohen Anteil an Purinsäure (Harnsäure), welche zu einer Übersäuerung des menschlichen Körpers führt. Man munkelt außerdem, dass es einen Zusammenhang zwischen tierischen Proteinen und vielen chronischen Entzündungen und schwerwiegenden Krankheiten gibt. Letztendlich gibt es sehr viele umstrittene Meinungen und Studien (z.B. The China Study Dr. T. Compbell). Wir möchten aber wie gesagt hervorheben, warum uns gerade pflanzliche Proteine so gut tun ☺

Artikel Asset RohstoffHerz

Pflanzliches Eiweiß

Bis zu 20 Aminosäuren können in der Welt der pflanzlichen Proteine enthalten sein und somit auch die 9 essentiellen Aminosäuren, die Dein Körper nicht selber herstellen kann. Mit folgenden Lebensmitteln kannst Du auf rein pflanzlicher Basis Deinen Proteinbedarf decken:
• Hülsenfrüchte (wie Sojabohnen und deren Erzeugnisse, z.B. Tofu, Miso, Bohnen, Linsen → die natürlich in NOA stecken ☺
• Nüsse und Samen (Walnuss, Cashewnuss, Haselnuss, Sonnenblumenkernes, Mandeln, Pinienkerne, Leinsamen)
• Getreide (Reis, Mais, Hafer, Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Hirse)
• Pseudogetreide wie z.B. Quinoa, Amaranth, Buchweizen und Hanf
• Gemüse (Spinat, Spargel, Broccoli, Kartoffeln, Erbsen)

Hier ein kleiner Überblick über alle pflanzlichen Protein-Quellen, welche in unseren Aufstrichen enthalten sind und warum sie Dir und Deinem Körper gut tun:

Artikel Asset Linse

Checkliste Linse:
✓ Reich an Ballaststoffen: Unterstützt Deine Verdauung + wir fühlen uns lange Zeit satt
✓ Pflanze mit höchstem Proteingehalt: 26 Gramm Protein / 100 Gramm Linse
✓ Beinhaltet B9 (unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen, beugt Fehlgeburten vor)
✓ Für die Aufnahme aller Aminosäuren: vorher keimen oder mit braunem Reis essen!
✓ Niedriger glykämischer Index (GLXY) + viele komplexe Kohlenhydrate

Gerade für Veganer und Vegetarier stellt die Linse also definitiv nicht nur eine optimale Proteinquelle dar, sie schenkt uns noch so vieles mehr aus der Natur. Mit unserem Linse-Curry Aufstrich in Kombination mit etwas braunem Reis kannst Du Deinem Körper also eine echte Wohltat gönnen!

Wusstest Du schon:
• die optische Linse wurde aufgrund ihrer Ähnlichkeit nach der Hülsenfrucht benannt („Lens“ im Lateinischen)
• Kanada ist der größte Produzent von Linsen (1,5 Millionen Tonnen pro Jahr)
• seit 1989 gibt es nationales Linsen Fest in USA (Pullman, Washington)
• im alten Ägypten wurde die Linse als „Liebestrank“ verwendet + man dachte, dass Kinder durch den Konsum von Linsen fröhlicher und fleißiger würden

Artikel Asset Erbse

Checkliste Kichererbse:
✓ seit 10.000 Jahren bereichert die lustige Erbse unsere Auswahl an köstlichen Hülsenfürchten
✓ Ursprung: Himalaya
✓ Liefert deutlich mehr Protein als viele Fleischsorten: 19 Gramm Protein/ 100 Gramm Kichererbse
✓ Kalziumbedarf wird abgedeckt: 124 mg/ 100 Gramm Kichererbse (entspricht dem Kalziumgehalt von Milch!)
Mit 165g gekochten Kichererbsen deckst Du
✓ 70% Deines Folsäurebedarfs
✓ 65% Deines Kupferbedarfs
✓ 50% Deines Ballaststoffbedarfs
✓ 25% Deines Eisenbedarfs
✓ 20% Deines Zinkbedarfs ab

Die kleine süße Kichererbse ist also eine richtige Gesundheitsbombe und schmeckt in Form unserer beiden Hummus- Sorten einfach himmlisch!

Wusstest Du schon:
• die Blätter der Kichererbsen Pflanze werden als blaues Färbemittel verwertet
• die aus der Kichererbse gewonnene Stärke findet in der Textilindustrie Anwendung (um Seide, Wolle, Baumwolle zu imprägnieren)
• während des ersten Weltkrieges wurde geröstete Kichererbse als Ersatz für Kaffee verwendet

Artikel Asset Kidney

Checkliste Kidneybohne:
✓ Ursprung: Peru
✓ Spektakulärer Anteil an Eiweiß: 22g Eiweiß/ 100 Gramm Kidneybohne
✓ Beinhaltet wichtige Spurenelemente, Mineralstoffe, B-Vitamine, Eisen
✓ Sehr starkes Antioxidans: neutralisiert freie Radikale in Deinem Körper und schützt Deine DNS vor oxidativen Schäden (evtl. sogar vor Krebs)
✓ Bei Blähungen oder Unverträglichkeit: Fenchel, Anis oder Kümmel hinzufügen ☺
✓ Für die biologische Wertigkeit: mit Reis kombinieren

Wusstest Du schon:
• es ist bewiesen, dass Kohlenhydrate (pro 100g Bohne 41g Kohlenhydrate) aus Bohnen die Stabilität von Blutzuckerspiegeln positiv beeinflussen
• in manchen antiken Kulturen glaubte man fest an die Wiedergeburt, bei der die Seele in dem Strunk der Bohnenpflanze weiterlebte. Weswegen es eine Sünde war Bohnen zu essen oder auch nur in der Nähe der Pflanzen zu laufen.

Dies war ein kleiner Einblick in die positiven Eigenschaften unserer lieben Hülsenfrüchtefamilie. Gerade die Linse, Kichererbse und Kidneybohne haben uns von ihrer natürlichen Kraft und Bereicherung begeistert und sind deshalb in der Endauswahl für unsere Aufstriche gelandet. Basierend auf den kleinen Gesundheitsbomben haben wir für euch pflanzliche Aufstriche entwickelt. Wusstest Du, dass nur wenige Aufstriche, die Du im Laden findest, auf einer Eiweißquelle basieren? Die meisten werden nämlich auf einer Fettbasis erstellt und stellen deshalb leider keine sinnvolle Alternative zur Proteinaufnahme dar. Deswegen, lass Dir NOA nicht entgehen!

Kleiner Tipp:

Unsere Aufstriche sind genauso gut zum Kochen geeignet! Schau doch einfach auf unseren Rezeptideen vorbei und lass Dich inspirieren.

Und, was sagt ihr zu unserem ersten Blogbeitrag? Teilt ihr Lisa’s Meinung?
Bis bald, lass es Dir schmecken!
Lisa von NOA

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