Ist Superfood wirklich so super?

Hallo lieber NOA-Fan

Du hast bestimmt schon einmal von „Superfood“ gehört, oder? Egal ob im Supermarkt, in der Werbung oder beim Surfen im Internet – Chia-Samen, Gojibeeren und Co. begegnen uns überall. Und jedes Jahr werden neue Lebensmittel mit unglaublichen Versprechen entdeckt.

Aber ich fang von vorne an: „Superfood“ ist ein Modewort und beschreibt Lebensmittel, die einen besonders großen gesundheitlichen Nutzen haben sollen. Dabei geht die Bandbreite von schöner Haut und jüngerem Aussehen über effektivere Entgiftung bis hin zu höherer Fettverbrennung. Klingt ziemlich gut! Doch wo Licht ist, ist auch Schatten und so häufen sich in letzter Zeit Berichte, dass die Superfoods gar nicht so super sind wie alle denken.

Aber Warum?

Gleich mal vorweg: Die meisten dieser Lebensmittel sind tatsächlich ziemlich gesund. Aber sie kommen meistens auch von weit her und das belastet unsere Umwelt enorm. Außerdem würden viele Produkte auf ihrer langen Reise um die Welt schnell verderben. Deshalb werden sie entweder getrocknet verschickt oder sehr früh geerntet, um auf den langen Transportwegen nachzureifen. Das dabei viele Nährstoffe verloren gehen, liegt auf der Hand.

Ein weiteres Problem sind die vielen Spritzmittel, die von den Bauern eingesetzt werden um der rasant gestiegenen Nachfrage entgegen zu wirken.

Hinzu kommt, dass Superfoods zu viel höheren Preisen verkauft werden als etwa einheimisches Obst und Gemüse. Trotzdem sind die Wirkversprechen von vielen der Produkte wissenschaftlich noch gar nicht belegt.

Damit Du jetzt nicht verzweifelst und denkst, dass Du auf alle exotischen Lebensmittel verzichten oder nur noch im Bio-Laden einkaufen sollst, dann liegst du damit falsch.

Ich zeig ich Dir was Chia & Co. wirklich können und welche heimischen Alternativen es gibt.

Chia-Samen:

Sie zählen wohl zu eine der bekanntesten aller Superfoods. Schon seit Jahrhunderten werden sie in mittelamerikanischen Ländern angebaut und geschätzt. In Europa sind sie erst in den letzten Jahren bekannter geworden und haben einen regelrechten Boom ausgelöst. Doch was macht sie so besonders? Neben einem extrem hohen Gehalt an Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren, enthalten die Samen reichliche Ballaststoffe.

Bei einer solchen geballten Power an notwendige Nährstoffe ist es also kein Wunder, das die kleinen Körner in kurzer Zeit so beliebt wurden. Ob ins morgendliche Müsli streuen oder in den Salat mixen, die Verwendungsvielfalt ist schier unbegrenzt. Auch viele Veganer haben die Wunderkörner für sich entdeckt und nutzen die guten Bindeeigenschaften als Ei-ersatz beim Backen.

Doch die negativen Seiten sollten nicht unbeachtet sein. Dazu zählen vor allem der vergleichsweise hohe Preis, die langen Transportwegen und die Pestizidrückstände, die in unterschiedlichen Produkten gefunden wurden.

Alternative: Der heimische Leinsamen ist ebenfalls reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren und kostet dabei nicht einmal die Hälfte. Der positive Effekt auf die Verdauung ist hier im Übrigen wissenschaftlich belegt.

Kokosöl

Die kleine braune Glasdose gefüllt mit der weißen festen Masse steht in vielen Küchen. Vor allem unter Veganern ist Kokosnuss-Öl beliebt. Ob zum Kochen, im Smoothie oder als exotische Verfeinerung in Desserts – viele schwören auf das Fett. Es gilt als gehaltvolle Alternative, soll schlank und schön machen. Zudem schütze es vor Herzkrankheiten und reduziere Bauchfett.

Aus wissenschaftlicher Sicht können diese Versprechen jedoch nicht bestätigt werden – im Gegenteil. Kokosöl enthält im Gegensatz zu den meisten pflanzlichen Ölen, über 90 Prozent gesättigte Fettsäuren. Diese stehen im Verdacht den Cholesterinspiegel zu erhöhen und dadurch dem Herz und den Gefäßen zu schaden.

Das heißt jetzt nicht, dass du auf Kokosöl verzichten musst. Es gilt immer: alles in Maßen! Solange du es mit dem weißen Fett nicht übertreibst, musst Du dir keine Sorgen machen. Eine Alternative wäre zum Beispiel Rapsöl. Es besteht aus 60 Prozent einfach ungesättigten Fettsäuren, die eine cholesterinsenkende Wirkung haben.

Dadurch nimmt neben dem Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen auch die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krebsarten zu erkranken ab.

Quinoa

Die Vorteile des Pseudogetreides sind lang: Glutenfrei, reich an Eiweiß, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren, leicht zuzubereiten und hält lange satt. Da verwundert es nicht, dass auch diese Körnerfrucht schon bei vielen von uns in der Küche zu finden ist. Ob im Smoothie zum Frühstück, zum Mittag im Salat oder in gefüllten Paprika, Quinoa ist vielseitig einsetzbar.

Der einzige Nachteil: Es muss aus Südamerika importiert werden.
Die perfekte Alternative ist der Buchweizen. Er wächst in Europa, bringt die gleichen Nährstoffe mit wie Quinoa und ist auch glutenfrei.

Fazit:

Die Anzahl an Superfood ist riesig und sie wächst stetig. Bei dem großen Angebot geraten die heimischen Lebensmittel schnell in Vergessenheit. Doch auch Buchweizen, Rapsöl und Co. sind echte Powerpakete und können es leicht mit den Konkurrenten aus fernen Ländern aufnehmen.

Achte beim Einkauf von Superfood auf das Fair-Trade-Siegel. Es kennzeichnet Produkte, die unter bestimmten sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien hergestellt wurden. Das ist vor allem bei exotischen Lebensmitteln wichtig. Denn für viele Verbraucher zählt nicht nur der Nährwert, sondern auch wie und wo produziert wird.

Psst! Schon gewusst? – Auch in NOA steckt ein Superfood! Wir schätzen das Gold der Inkas (Quinoa) mit seinen vielen positiven Eigenschaften und verfeinern deshalb alle unsere Brotaufstriche damit – für noch mehr Pflanzenpower!

Liebe Grüße
Deine Christina vom NOA-Team

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